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Verdauung und Ernährung



Die Ernährung spielt im Ayurveda eine bedeutende Rolle. Einerseits wird viel Wert auf frisch zubereitete und biologische Ernährung gelegt. Anderseits sollte die Ernährung der individuellen Verdauungskapazität und Physiologie angepasst sein. Der Ayurveda berücksichtigt bei der Ernährung stark die individuelle, sowie momentane Konstitution eines Menschen. So kann es durchaus vorkommen, dass Lebensmittel, die vor ein paar Jahren für eine Person gut waren, heute der physiologischen Situation nicht mehr gerecht werden.

Unter Verdauung ist nicht in erster Linie der Stuhlgang gemeint, sondern vielmehr die individuelle Möglichkeit Nahrung enzymatisch aufzuspalten, zu absorbieren und sie im Körper zur Erhaltung gesunder Gewebe zu nutzen. Der Stuhlgang ist nur der abschliessende Vorgang, in welchem nicht verwendbare Teile der Nahrung ausgeschieden werden.
Es ist daher durchaus möglich, dass jemand trotz regelmässigem Stuhlgang eine schwache oder schlechte Verdauung hat.

Im Ayuvreda geht man davon aus, dass die Verdauungskraft (Agni) verschiedener Menschen unterschiedlich ist. Er unterscheidet vier verschiedene Verdauungsmuster:
  • Eine ausgeglichene Verdauungskraft, die auch bei Umwelteinflüssen und Stress stabil bleibt
  • Eine sehr starke Verdauungskraft mit hohem Stoffwechselumsatz
  • Eine schwache Verdauungskraft, wo Mahlzeiten leicht ausgelassen werden können.
  • Eine wechselhafte Verdauungskraft, wo manchmal schwacher und manchmal starker Hunger überwiegt.
Im Ayurveda werden Verdauungskraft und Stoffwechsel mit Hilfe von individuell abgestimmter Ernährung, Gewürzen und ayurvedischen Pflanzenpräparaten ausgeglichen und verbessert.

Die Hauptverdauungskraft wird mit Jatharagni bezeichnet. Diese sitzt im unteren Magen und im oberen Dünndarm.
Weitere Agnis befinden sich in der Leber (Transformation der 5 Elemente) und den Geweben (Stoffwechselkraft der Gewebe).

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