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Die Prinzipien des Ayurveda


Im Zentrum des Ayurveda steht die Aufrechterhaltung des physiologischen Gleichgewichts. Der Mensch ist laufend sich verändernden Umweltbedingungen ausgesetzt und der Körper muss sich darauf einstellen. Tausender dynamischer Prozesse und Regelkreismechanism im Körper sind daran beteiligt das innere Milieu trotz äusserer Einflüsse stabil zu halten. In der Fachsprache nennt man die Aufrechterhaltung dieses dynamischen Gleichgewichts Homöostase.



Defintion der Homöostase


Unter Homöostase versteht man ein dynamisches Gleichgewicht des inneren Milieus eines Organismus, das mit Hilfe von Regelkreisen (Feedback Loops) und dem Nervensystem als Regler, aufrecht erhalten wird.

Im Ayurveda kennt man drei Prinzipien (Doshas), die in ihrer Wechselwirkung für die Aufrechterhaltung der Homöostase notwendig sind. Man nennt sie Vata, Pitta und Kapha. Vata umfasst alle Bewegungsabläufe wie Transport und Kommunikation. Zu Pitta gehören alle Energie- und Stoffwechselprozesse, sowie die Verdauung. Alle Funktionen, die mit der Aufrechterhaltung der Struktur und Stabilität zu tun haben, werden Kapha zugeordnet. Allen natürlichen Systemen, unabhängig davon wie sehr sie sich von einander unterscheiden, liegen diese drei wechselwirkenden Prinzipien zu Grunde. Jeder Organismus weist Bewegungsabläufe, Stoffwechselprozesse und eine materielle Struktur auf.

Solange diese drei Prinzipien ausgeglichen funktionieren, bleibt das innere Gleichgewicht erhalten. Sobald aber ein oder mehrere Prinzipien übermässig oder zu wenig aktiv sind, kommt es zu Ungleichgewichten und dem Auftreten von Beschwerden. Dabei hängen die Symptome ganz davon ab, welche der drei Kräfte aus der Balance sind.

Jedes der drei Doshas hat seinen Ursprung in zwei Elementen.
Vata - das Prinzip der Bewegung - entsteht durch Raum und Luft. Die transformierende Kraft von Pitta wird durch Feuer und etwas Wasser gebildet und die formgebende Wirkung von Kapha, entsteht durch die Festigkeit der Erde und den Zusammenhalt des Wassers.

Entstehen Ungleichgewichte in den drei Doshas können wir anhand der Beschwerden erkennen um welche(s) Dosha es sich handelt, da die Symptome die Eigenschaften der fünf Elemente Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde aufweisen. So wirkt sich zum Beispiel ein Übermass an Vata wie ein zu viel an Luft aus, und die Schleimhäute, der Stuhl oder die Haut trocknen aus. Verstopfung wäre daher ein Vata Ungleichgewicht. Zu viel Pitta wirkt im Körper wie ein übersteigertes Feuer und ist verantwortlich für Hautentzündungen und –rötungen, sowie für Sodbrennen oder einen Reizdarm. Übermassiges Kapha kann zu Ödemen, schleimigem oder schmierigem Stuhl, Völlegefühl, Übelkeit, Trägheit oder Übergewicht führen.
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